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Indien


Indien a´ la Carte

Es sollte unsere zweite Reise nach Indien werden.

Indien – ein Land wie kein anderes!

Das Land wird schon seit sehr vielen Jahrzehnten bereist, doch geheimnisvoll, faszinierend, finster und mystisch ist es geblieben.
Die heutigen Reisenden suchen in Indien den Urlaub, die Farbenpracht, das Abenteuer, den Strand, die Berge,
sich selbst und noch vieles mehr.
Das Alles ist in Indien zu haben, nur es ist nichts so, wie man es erwartet.
Das Einzige, was einen erwartet, ist das Unerwartete, das in vielen Formen kommt und sich immer ganz in die Nähe setzt
und auf unwegsame Weise bis ins Blut geht.

Man kann Indien lieben oder hassen, jedoch niemals ignorieren.

Das Land ist nicht einfach zu bereisen.
Vielleicht hat es mit dieser faszinierenden Vielfalt zu tun- Indien ist so menschenleer wie es überbevölkert ist,
so modern und aufgeschlossen, aber auch altertümlich und mystisch.
Das Essen kann Himmel und Hölle sein.
Reisen so traumhaft, wie unbequem und langwierig.
Indien ist weit davon entfernt ein einfaches Reiseland zu sein oder zu werden.

Zusammengefasst ist Indien das, was man daraus macht und was man daraus machen will!



     
  
    Unser Reiseverlauf:
  
     
Neu Delhi
     
Corbett Nationalpark
     
Bareily und mit den Nachtzug nach
     
Varanasi und weiter mit dem Nachtzug nach
     
Umaria
     
Bandhavgarh Nationalpark
     
Kanha Nationalpark
    
 Pench Nationalpark
     
Nagpur und mit dem Nachtzug nach
     
Mumbai






Wir starteten unsere Reise am 25. Oktober um 04:45 Uhr zum Flughafen Frankfurt/ Main.
Mit einem sogenannten Gabelflug über Doha/ Katar landeten wir wohlbehalten am 26. Oktober gegen 05:00 Uhr Ortszeit auf dem

Indira Gandhi International Airport Delhi.
Nachdem wir gegen 07:30 Uhr endlich das Hotel erreicht, die Anmeldeformalitäten erledigt hatten,
wurde erst einmal der fehlende Schlaf nachgeholt.
Zur einer intensiven Ortserkundung blieb uns also nur noch ein halber Tag.


 
   



Bildergallerie
von Frankfurt
bis Delhi

Am darauffolgenden Tag starteten wir nach dem Frühstück in dem "wohltemperierten" Hotelrestaurant
(es lies uns ein böig blasender Wind von max. 17°C aus der Klimaanlage fast erstarren) gegen 07:45 Uhr nach Corbett NP.
Es lagen ca. 280 km mit dem Auto vor uns. Für deutsche Verhältnisse ein Katzensprung.
Wir hatten unsere Etappe um 16:00 Uhr beendet u.a. wegen Stau, defekten Keilriemen, Plattfuß hinten rechts und einem total übermüdeten Fahrer.
Auf letzter Situation wurden wir erst so richtig aufmerksam nachdem er sich den Fahrersitz als Liegesitz einstellte
und sich ständig Wasser ins Gesicht schüttete.
Er hatte den Mund voller Khat (Kaudroge) und antwortete auf unsere simplen Fragen nur wirres Zeug.
Es war eine gefährliche Fahrt ins Ungewisse und nur durch viele ungewollte Pausen hatten wir dann die Situation im Griff.

Corbett Nationalpark
Der Nationalpark liegt im indischen Bundesstaat Uttarakhand am Fuße des Himalaya.
Er ist nach dem britischen Jäger Jim Corbett benannt, der 1936 maßgeblich daran beteiligt war,
dass nahe Nainital der erste Nationalpark in Indien eingerichtet wurde.
Ursprünglich hieß er Hailey Nationalpark, doch 1957 wurde er in Corbett-Nationalpark umbenannt,
nachdem er seit 1952 kurzzeitig Ramganga-Nationalpark hieß.
Der  Nationalpark umfasst 520 Quadratkilometer.





Bildergallerie
Corbett NP

Unser nächstes Reiseziel war Bareily. Das eigentliches Ziel war hier der Bahnhof um den Nachtzug nach Varanasi zunehmen.
Da unser doch so vertrauenswürdige Fahrer sich um ganze 2 Stunden in der Zeit geirrt hatte,
blieb uns ausreichend Zeit die Geschehnisse an einem indischen Bahnhof zu beobachten. Inzwischen kann ich einschätzen,
dass dieser Bahnhof für indische Verhältnisse doch recht modern ausgestattet ist und dennoch war das Finden des richtigen Abteils
und des richtigen Platzes eine echte aufregende Herausforderung.
Die bislang eingefahrenen Züge waren bestimmt fast einen Kilometer lang.
 Unsere Gesichtszüge entgleisten als wir die Sleeper- Wagons sahen.
Ein wager Blick durch die vergitterte Fenster in eines der langsam vorbeirollenden Abteils tat sein übriges.
Sollte das die gebuchte 1. Klasse Schlafwagen sein. In Indien ist alles möglich, also ggf. Augen zu und durch.
Jeden den wir fragten, in welche Richtung wir uns denn begeben müssten, gab uns eine andere Auskunft.
Um dem endlich ein Ende zu setzen ließen wir uns gezwungener maßen noch von einem Porter abzocken und
waren wieder um eine Erfahrung reicher. Die Sleeper- Wagon die uns entsetzten waren übrigens 2. Klasse.
Wir hatten immerhin Scheiben vor den Fenstern und dicke Vorhänge vor der 4- Liegen- Kabine.
Auf die Geräuschkulisse die uns während der 11- stündigen Fahrt begleitete möchte ich nicht näher eingehen.
Aber wie sagte Martin Luther bereits: "Was rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?"




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Unterwegs per Auto
und per Bahn

Ankunft in Varanasi, in einer Stadt die mich im Inneren unglaublich anzog. Warum und wieso konnte ich noch nicht einschätzen.
Ich möchte es nicht unbedingt als das Ziel meiner Träume beschreiben, aber irgendetwas trieb mich an.

Varanasi gilt als Stadt des Gottes Shiva Vishwanat ("Oberster Herr der Welt") und als eine der heiligsten Stätten des Hinduismus.

Als besonders erstrebenswert gilt es für strenggläubige Hindus, in Varanasi im Ganges zu baden sowie dort einmal zu sterben und verbrannt zu werden. Entlang des Flusses ziehen sich kilometerlange stufenartige Uferbefestigungen hin, die Ghats, an denen auf der einen Seite die Gläubigen im Wasser
des für sie heiligen Flusses baden und wenige Meter weiter die Leichen der Verstorbenen verbrannt werden. Die Asche streut man anschließend ins Wasser. Ein Bad im Ganges soll von Sünden reinigen, in Varanasi zu sterben und verbrannt zu werden vor einer Wiedergeburt schützen.
Leblos zieht der Fluss an der Stadt vorbei. Hier und da treiben undefinierbare Gegenstände im Wasser. Der Ganges auf der Höhe von Varanasi ist völlig verseucht und dennoch stehen überall Pilger im Wasser und verrichten ihre Rituale. Das tägliche treiben beginnt um 04:00 Uhr morgens.
Für uns ein Härtetest!

 Zehn Kilometer nördlich Varanasis liegt Sarnath, der Ort, an dem Buddha die erste Predigt gehalten haben soll,
nachdem er in Bodhgaya (Bihar) Erleuchtung gefunden hatte.


Varanasi


die Ghats


Faces of Varanasi


Silk- Manufaktur
(Seidenherstellung)


Sarnath

Wir verliessen Varanasi und starteten wieder in Richtung Bahnhof. Der Zug in Richtung Umaria fährt laut Angaben nur Freitags und Sonntags.
Es verspricht echt spannend zu werden. Der Bahnhof von  Varanasi ist wie die Stadt selbst etwas altertümlich.
Es war außer dem bereits Geschilderten  eine angenehme Fahrt.
Wir teilten unsere "Kabine" mit zwei Frauen und einer Vielzahl von Kakalacken und anderen Mehrbeinern.
Die Fahrt dauert wiederum ca. 11 Stunden wobei es zum Ende recht aufregend wurde, Umaria war keine Endstation ...!
Wir hatten es geschafft und es sollte für die nächsten 8 Tage unsere vorerst letzte Zugfahrt gewesen sein.
Die Wegstrecken zwischen den einzelnen Nationalparks wollten wir per Auto zurücklegen.

Nun denn, let´ s go, die Tiger warten!

 weitere besuchte  Nationalparks


Bandhavgarh NP


Kanha NP


Pench NP

Um die Tiger zu finden, standen wir jeden morgen zwischen 04:45- 05:00 Uhr auf,
um pünktlich spätestens 05:30 Uhr auf dem offenen Jeep zur Safari aufzubrechen.
Es war kalt!
 Die täglichen Temperaturen schwankten zwischen 8° C am Morgen und 35° C gegen Mittag.

Wir haben sie entdeckt!
In drei  Nationalparks 5 verschiedene Tiger zu entdecken- eine Sensation!!!

Einen Tiger zu sehen ist wie ein Traum!
Sie tauchen aus dem scheinbar Nichts auf, überqueren die Fahrbahn und tauchen wieder in das Nichts.
Es stockt einem der Atem und der Adrenalinspiegel steigt! Es ist unglaublich!




the best of tigers

Am 16. Tag verlassen wir den Pench NP in Richtung Nagpur.
Wir starten unsere letzte Fahrt mit dem geliebten Nachtexpress in Richtung Mumbai (Bombay).
Es sollte eine ca. 14 stündige Fahrt werden und es wurde zu einem Höhepunkt der bisherigen Zugfahrten.
Wir teilten die Kabine mit zwei weiteren Indern, mehr möchte ich nicht erwähnen.
Alles bisher geschilderte x 2, wir vermieden fast jegliche Bewegungen und trauten uns kaum zu atmen.
Gegen 7:30 Uhr betraten wir dann das uns bereits bekannte Hotel Sun & Sand in Mumbai
und verbrachten bis zu unserem Abflug nach Deutschland für indische Verhältnisse noch  2 sehr erholsame Tage
!